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Ausstellung 100 Jahre Frauenwahlrecht im FORUM 1

Ausstellung 100 Jahre Frauenwahlrecht im FORUM 1

Das FORUM 1 ist ein Center, in dem über zwei Drittel Frauen arbeiten. Frauen und natürlich auch Rechte für Frauen sind uns wichtig. Wir freuen uns daher, dass die Wahlkabine rund um 100 Jahre Frauenwahlrecht bei uns im FORUM 1 Station macht – und zwar noch bis Samstag, 9. Februar 2019.

Die Einführung des allgemeinen, gleichen Wahlrechts ohne Unterschied des Geschlechts am 12. November 1918 ist ein Meilenstein in der Geschichte Österreichs. Es musste über lange Jahre hart erkämpft werden. Frauen konnten nun selbst wählen gehen und in politische Funktionen gewählt werden – sie waren ein wichtiger politischer Faktor.


Die Stadt Salzburg feiert dieses besondere Jubiläum mit einer Wahlzelle, die als Wanderausstellungsobjekt die Geschichte der politischen Teilhabe von Frauen zeigt. Sie steht bis März 2019 an sieben verschiedenen Orten, der feierliche Auftakt ist am 5. November in der Stadtbibliothek.

„Nach 100 Jahren politischer Teilhabe von Frauen steht eine Frau - Angela Merkel – als eine der mächtigsten Menschen Europas an der Spitze eines Staates. Politische Gremien ohne Frauen sind jetzt absolut verpönt – das zeigt auch die Gegenüberstellung der beiden Fotos vom Salzburger Gemeinderat“ sagt Anja Hagenauer, Bürgermeister-Stellvertreterin und Ressortleiterin Frauen. „Ich selbst habe von den Errungenschaften profitiert, die das Wahlrecht für alle nach sich gezogen hat: Teilhabe in Bildung, Ausbildung und meine eigene berufliche und politische Tätigkeit – all das war bis in die 1970er Jahre nicht selbstverständlich für Frauen – und ist es noch immer nicht“, so Hagenauer weiter.Das FORUM 1 ist ein Center, in dem über zwei Drittel Frauen arbeiten. Frauen und natürlich auch Rechte für Frauen sind uns wichtig. Wir freuen uns daher, dass die Wahlkabine rund um 100 Jahre Frauenwahlrecht bei uns im FORUM 1 Station macht – und zwar noch bis Samstag, 9. Februar 2019.

Denn das Frauenwahlrecht ist auch für die Demokratie insgesamt mehr als eine Einzelmaßnahme. Den Frauenrechtlerinnen am Ende des 19. Jahrhunderts war der Kampf für mehr Erwerbsarbeitsmöglichkeiten und für eine Reform der patriarchalen Ehe- und Scheidungsgesetze genauso wichtig. Das Frauenwahlrecht war immer Teil einer umfassenden Gesellschaftskritik.

"Die Erlangung des Frauenwahlrechts im November 1918 stand auch in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Ausrufung der neuen Republik. Vorangegangen war aber ein beharrlicher Kampf von engagierten Frauen, deren Erkenntnis auch heute noch gültig ist: Ohne Teilhabe an der Macht kann keine nachhaltige Verbesserung für Frauen erreicht werden", so Sabine Veits-Falk, Historikerin am Haus der Stadtgeschichte.

Das 20. Jahrhundert brachte den Frauen in Österreich dann auch keinen durchgehenden Zuwachs an politischer Mitbestimmung. Austrofaschismus und Nationalsozialismus waren eklatante Rückschritte. Positiv waren die Rechtsreformen in den 1970er Jahren und die Frauenbewegung der 1980er Jahre. Sie hinterfragte die bestehenden Geschlechterverhältnisse und Rollenbilder. „Das Private ist politisch“ war das Motto.

„Frauenrechte, die Verteilung und Entlohnung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, die Frage der Kinderbetreuung – all das ist immer wieder Gegenstand politischer Verhandlungen. Es gibt keine lineare, automatische Entwicklung hin zur Geschlechtergleichheit. Politische Rechte können je nach Machtverhältnissen auch wieder verschlechtert werden. Jede einzelne Person sollte diese Rechte daher schätzen, nützen und schützen, damit wir dem Ziel einer echten Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen näher kommen“, sagt Alexandra Schmidt, Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg.

Auch 100 Jahre nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts, ist die politische und Mitbestimmung und Mitgestaltung ein wichtiges Grundrecht. Männer profitieren davon genauso wie Frauen. Es ist die Grundlage für echte Gleichberechtigung beider Geschlechter.
Feierlich eröffnet werden die Angebote rund um „100 Jahre Frauenwahlrecht“ am Montag, 5. November 2018 um 18.30 Uhr in der Stadtbibliothek, Schumacherstr. 14 mit Anja Hagenauer (Bürgermeister-Stellvertreterin), Sabine Veits-Falk (Haus der Stadtgeschichte) und Alexandra Schmidt (Frauenbeauftragte der Stadt Salzburg).


Rund um die Wahlzelle gibt es Führungen, Gespräche und Aktionen – auch auf Anfrage und für einzelne Gruppen. Infos dazu im

Frauenbüro der Stadt Salzburg
Tel. 0662 8072-2044
frauenbuero@stadt-salzburg.at
und auch als Übersicht auf www.stadt-salzburg.at/frauen

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